Ein gemischtes Quartal für Home Depot mit weniger Stürmen und vorsichtigeren Verbrauchern
Home Depot erlebte ein gemischtes drittes Quartal, beeinflusst durch weniger schwere Stürme, die Land erreichten, und eine wachsende Vorsicht der US-Verbraucher angesichts eines schleppenden Immobilienmarktes. Das Unternehmen meldete für das Quartal bis zum 2. November einen Gewinn von 3,6 Milliarden US-Dollar bzw. 3,62 US-Dollar je Aktie, leicht rückläufig gegenüber 3,65 Milliarden US-Dollar bzw. 3,67 US-Dollar je Aktie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bereinigt um Einmaleffekte erreichte der Gewinn je Aktie 3,74 US-Dollar und verfehlte damit die Erwartungen der Wall Street um zehn Cent. Dies führte zu einem Kursrückgang der Aktien um 2 % vor Handelsbeginn am Dienstag. CEO Ted Decker führte die Gewinnverfehlung auf die unerwartet geringe Sturmaktivität zurück, die den Druck auf bestimmte Produktkategorien erhöhte. Er stellte außerdem fest, dass die zugrunde liegende Nachfrage relativ stabil blieb, das erwartete Wachstum der Nachfrage im dritten Quartal jedoch ausblieb, was hauptsächlich auf die erhöhte Verbraucherunsicherheit und anhaltende Probleme im Immobiliensektor zurückzuführen ist, die die Ausgaben für Heimwerkerbedarf stark belasten.\n\nDer Umsatz des Unternehmens verbesserte sich und stieg auf 41,35 Milliarden US-Dollar gegenüber 40,22 Milliarden US-Dollar im Vorjahr, womit die Analystenerwartungen von 41,15 Milliarden US-Dollar leicht übertroffen wurden. Die vergleichbaren Ladenumsätze, eine wichtige Kennzahl für Einzelhändler, stiegen insgesamt um 0,2 %, wobei die US-Filialen einen moderaten Anstieg von 0,1 % verzeichneten. Die Anzahl der Kunden-Transaktionen sank jedoch um 1,4 %, obwohl der durchschnittliche Betrag pro Beleg von 88,65 auf 90,39 US-Dollar stieg. Für die Zukunft hat Home Depot seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 angepasst und die bereinigte Gewinnprognose auf einen Rückgang von 5 % gegenüber 15,24 US-Dollar je Aktie im Geschäftsjahr 2024 gesenkt, was einen stärkeren Rückgang als die zuvor erwarteten 2 % darstellt. Gleichzeitig wurde die Umsatzwachstumsprognose leicht auf etwa 3 % angehoben, gegenüber 2,8 %, während nun nur noch ein leichter positiver Zuwachs bei den vergleichbaren Umsätzen erwartet wird, gegenüber einer früheren Schätzung von etwa 1 %.\n\nIm August hatte der Einzelhändler die Kunden gewarnt, in ausgewählten Kategorien mit moderaten Preiserhöhungen aufgrund steigender Zollkosten zu rechnen, wobei diese Erhöhungen jedoch nicht flächendeckend sein werden. Mehr als die Hälfte der Produkte von Home Depot stammt aus inländischer Produktion und ist von Zöllen nicht betroffen. Die Finanzergebnisse des Unternehmens fallen in eine Zeit anhaltender Schwäche auf dem US-Immobilienmarkt, wo die Umschlagshäufigkeit von Häusern – die Rate, mit der Häuser den Besitzer wechseln – auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten gefallen ist. Von Januar bis September wurden nur 28 von 1.000 Häusern verkauft, was laut Redfin eine der langsamsten Raten seit mindestens den 1990er Jahren darstellt. Diese Kennzahl zeigt, dass Hausbesitzer ihre Immobilien länger behalten, ein Trend, der hauptsächlich durch höhere Hypothekenzinsen bedingt ist, die den Hauskauf seit 2022 gedämpft haben, nachdem es zuvor eine Phase mit historisch niedrigen Zinsen und einem Kaufrausch gab. Wichtige Fakten umfassen Home Depots gemischte Ergebnisse im dritten Quartal, bedingt durch weniger Stürme und vorsichtige US-Verbraucher, den verfehlten bereinigten Gewinn je Aktie sowie einen schleppenden Immobilienmarkt mit reduzierten Umschlagraten bei Häusern. Die Hauptakteure sind Home Depot und seine Investoren, US-Hausbesitzer und Verbraucher mit Fokus auf Heimwerkerbedarf, während Lieferanten und der Immobiliensektor sekundäre betroffene Gruppen sind. Sofortige Auswirkungen zeigen sich in verlangsamten Verbraucherausgaben für Heimwerkerbedarf und Druck auf den Einzelhandelsumsatz, was vorsichtiges Verhalten in wirtschaftlich unsicheren Zeiten widerspiegelt. Historisch ähnelt dieses Szenario Erholungsphasen nach Stürmen und Immobilienabschwüngen wie nach der Finanzkrise 2008, in denen die Nachfrage nach Heimwerkerbedarf ebenfalls unter wirtschaftlichen Belastungen zurückging. Für die Zukunft besteht Potenzial für Innovationen bei der Produktbeschaffung und Preisstrategien zur Minderung von Zollwirkungen, jedoch bleiben Risiken durch anhaltende Schwäche am Immobilienmarkt und Verbraucherzurückhaltung bestehen. Aus regulatorischer Sicht wird empfohlen, (1) Zollpolitiken zu überwachen, um Handelsauswirkungen mit inländischen Versorgungsbedürfnissen auszubalancieren, (2) Maßnahmen zur Stabilisierung des Immobilienmarktes zu fördern, um Umschlag und damit verbundenen Einzelhandelsbedarf zu steigern, und (3) Initiativen zur Stärkung des Verbrauchervertrauens zu unterstützen, um die Ausgaben zu erhalten. Priorität hat die sofortige Überprüfung der Zollpolitik aufgrund ihrer Komplexität und Wirkung, gefolgt von Interventionen am Immobilienmarkt und zuletzt Verbraucher-Kampagnen wegen ihres längerfristigen Einflusses.