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Supermarkt-Kunden werden aufgefordert, ihre Winter-Obst- und Gemüseauswahl zu überdenken, insbesondere beim Kauf von frischen Tomaten. Mike Berners-Lee, ein Experte für CO2-Emissionen und Autor von "How Bad Are Bananas?", hat eine Liste von Lebensmitteln hervorgehoben, die in den kälteren Monaten aufgrund ihres hohen CO2-Fußabdrucks vermieden werden sollten. Dazu gehören Tomaten, Salat, Spargel und Erdbeeren, die typischerweise in Supermärkten zu finden sind. Das Hauptproblem ist, dass Tomaten im Winter nicht mehr lokal im Vereinigten Königreich angebaut werden, sondern stattdessen aus wärmeren Ländern eingeflogen oder in energieintensiven beheizten Gewächshäusern angebaut werden, was beide erhebliche CO2-Emissionen verursacht.\n\nIm Sommer haben in Großbritannien angebaute Tomaten einen viel kleineren CO2-Fußabdruck, aber die Einkaufsgewohnheiten im Winter ändern sich drastisch. Lebensmittel wie Tomaten und Erdbeeren werden mit CO2-intensiven Frachtflugzeugen transportiert, was unnötige Emissionen verursacht, die zur globalen Erwärmung beitragen. Berners-Lee betont die Bedeutung, "saisonal zu essen", um diese Emissionen zu reduzieren, und rät dazu, Lebensmittel zu vermeiden, die außerhalb der Saison per Luftfracht transportiert werden. Im Gegensatz dazu werden Obst und Gemüse mit längerer Haltbarkeit, wie Äpfel, Bananen und Orangen, meist per Schiff transportiert, was aufgrund der Effizienz des Seefrachtverkehrs einen viel geringeren CO2-Fußabdruck hat.\n\nEr erklärt, dass wenn ein Lebensmittel eine kurze Haltbarkeit hat und nicht lokal in der Saison ist, es wahrscheinlich entweder in beheizten Gewächshäusern produziert oder per Luftfracht transportiert wird. Für das Vereinigte Königreich im Januar betrifft dies Artikel wie Salat, Spargel, Tomaten und Erdbeeren. Im Gegensatz dazu reisen Äpfel, Orangen und Bananen fast immer per Schiff, was sie zu besseren Optionen für diejenigen macht, die ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren möchten. Berners-Lee schlägt vor, dass durch die Bevorzugung saisonaler und lokal angebauter Produkte oder zumindest durch das Vermeiden von Luftfrachtartikeln die CO2-Emissionen aus Lebensmitteln um etwa 10 % reduziert werden könnten.\n\nÜber die Umweltbedenken hinaus spricht Berners-Lee das breitere Thema an, wie Menschen Konsequenzen wahrnehmen. Er weist darauf hin, dass wir direkte und unmittelbare Auswirkungen unserer Handlungen leicht verstehen, aber Schwierigkeiten haben, das weitverbreitete Leid zu erfassen, das durch CO2-Emissionen verursacht wird und Milliarden von Menschen weltweit betrifft. Er vergleicht dies damit, ein gewalttätiges Ereignis aus nächster Nähe zu beobachten, und schlägt vor, dass wir das globale, CO2-bezogene Leid genauso schockierend finden sollten.\n\nFür diejenigen, die das Glück haben, ihre eigenen Tomaten in Gewächshäusern anzubauen, gibt es gute Nachrichten. Solange keine zusätzliche Heizung oder elektrische Beleuchtung verwendet wird, führt der Anbau eigener Tomaten im Spätherbst oder frühen Winter zu einem minimalen CO2-Fußabdruck. Gärtner mit übrig gebliebenen grünen Tomaten können diese drinnen auf einer sonnigen Fensterbank ernten und reifen lassen oder sogar Chutney daraus machen, das oft für seinen köstlichen Geschmack im Spätherbst gelobt wird. Dies bietet eine umweltfreundliche Alternative zum Kauf importierter Tomaten in den kalten Monaten.\n\nZusammenfassend ist der Rat ziemlich klar: Versuchen Sie, im Winter lokale, saisonale Produkte zu kaufen und vermeiden Sie Artikel, die energieintensive Anbaumethoden oder langstreckigen Lufttransport erfordern. Diese einfache Änderung hilft nicht nur, CO2-Emissionen zu senken, sondern unterstützt auch ein insgesamt nachhaltigeres Lebensmittelsystem.