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Das stellvertretende Ministerium für Schifffahrt in Zypern hat eine Haushaltsprognose für 2026 veröffentlicht, die einen leichten Überschuss zeigt, mit geplanten Ausgaben in Höhe von 18,7 Millionen € und erwarteten Einnahmen von 20,3 Millionen €. Dieser positive Ausblick wurde während einer Sitzung des parlamentarischen Finanzausschusses Ende Oktober geteilt. Generaldirektor Stelios Chimonas hob ein bemerkenswertes Wachstum im zyprischen Schiffsregister hervor, das seit September 2023 um etwa 20 % gewachsen ist. Außerdem ist die Anzahl der unter dem Tonnagesteuersystem registrierten Unternehmen um 4,5 % gestiegen. Ein 4%iger Anstieg der Einnahmen im Vergleich zum Haushalt 2025 unterstreicht den Erfolg der strategischen Bemühungen des Ministeriums zur Stärkung des Schifffahrtssektors.\n\nDas Ministerium beschäftigt 155 Mitarbeiter, davon 94 Frauen und 61 Männer. Es überwacht eine umfassende Struktur, die drei Verwaltungsdirektionen, sechs Auslandsbüros sowie 29 Abteilungen und Dienste umfasst. Seine Mission konzentriert sich auf die nachhaltige Entwicklung Zyperns als maritimes Zentrum, mit dem Ziel, die nationale Wirtschaft zu stärken und den internationalen maritimen Ruf des Landes zu erhöhen. Die Vision erstreckt sich darauf, ein modernes, nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Schifffahrtszentrum zu werden, das eine bedeutende Rolle in der globalen maritimen Politik spielt.\n\nDer jährliche Aktionsplan Zyperns für 2026 umreißt Kernaufgaben wie die Aktualisierung der Schifffahrtsgesetzgebung, die Förderung von Investitionen, die Verbesserung der maritimen Ausbildung, den Umweltschutz und die Umsetzung internationaler maritimer Strategien. Das Ministerium verwaltet auch das Tonnagesteuersystem, unterstützt den Kreuzfahrttourismus und fördert die maritime Vernetzung mit anderen Nationen. Die Prioritäten für das nächste Jahr fallen unter drei strategische Säulen: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Qualität des Registers, Förderung des nationalen maritimen Ökosystems und Steigerung der operativen Effizienz durch digitale Transformation und Personalverbesserungen.\n\nFast 9,9 Millionen € werden in diesen Bereichen investiert, davon 2,61 Millionen € für Verbesserungen des Registers, 6,05 Millionen € für die Entwicklung des maritimen Ökosystems und 1,2 Millionen € für administrative und digitale Aufrüstungen. Der Plan betont Resilienz als Leitprinzip angesichts anhaltender geopolitischer Instabilität, EU-Sanktionen gegen Russland, eines türkischen Embargos, Umweltproblemen und raschem technologischem Wandel. Trotz dieser Herausforderungen versicherte Chimonas den Abgeordneten, dass das Register robust bleibt und bereits Verluste durch den Rückzug russisch-verbundener Schiffe aufgrund der Sanktionen ausgeglichen hat.\n\nZur Auswirkung des türkischen Embargos bemerkte Chimonas, dass genaue finanzielle Verluste schwer zu quantifizieren sind, das Ministerium sich jedoch auf Schiffseigner und Werften konzentriert, die nicht mit türkischen Häfen verbunden sind. Diese gezielte Ansprache hebt die Vorteile der zyprischen Flagge hervor, und der persönliche Kontakt mit Unternehmen war erfolgreich, um negative Effekte zu verringern. Das Ministerium stellt auch Mittel für die internationale Förderung der zyprischen Flagge bereit und ist aktiv in EU- und globalen maritimen Foren engagiert, einschließlich fortgesetzter Beiträge zur Internationalen Seeschifffahrtsorganisation.\n\nDas Schiffsmanagement bleibt ein wichtiger Beitrag zur zyprischen Wirtschaft und macht etwa 5,5 % des Bruttonationaleinkommens aus, mit Einnahmen von 13,4 Millionen € gegenüber Ausgaben von 6 Millionen €. Zypern ist das größte Schiffsmanagementzentrum der EU. Das Ministerium strebt auch an, den Kreuzfahrttourismus zu fördern und Mega-Yachten anzuziehen, wobei gesetzgeberische Bemühungen zur Erleichterung letzterer im Gange sind. Die Fährverbindung Zypern–Griechenland wurde bis 2027 verlängert, und es gibt Pläne, neue Routen einzuführen, wie eine mögliche Verbindung zum Libanon.\n\nDie Agenda zur Entwicklung des maritimen Ökosystems umfasst die Verbesserung der Seeanbindung, Sicherheit, Gleichstellung der Geschlechter und Bildung. Spezifische Haushaltsmittel unterstützen an Bord Schulungen, Stipendien und Gleichstellungsinitiativen. Personalmangel stellt jedoch eine erhebliche Herausforderung dar, mit etwa 35 % unbesetzten Stellen, darunter Schlüsselpositionen wie Direktoren und maritime Verkehrsleiter. Bis die Stellen besetzt sind, verlässt sich das Ministerium auf unabhängige Inspektoren und setzt die Rekrutierungsbemühungen fort. Pläne für ein neues Ministeriumsgebäude zur Ablösung teurer gemieteter Büros in Limassol sind ebenfalls in Arbeit, wobei das Projekt die Planungs- und Umweltprüfungsphasen durchläuft.\n\nInsgesamt spiegelt die Strategie des Ministeriums für 2026 ein starkes Engagement wider, geopolitische und operative Herausforderungen zu überwinden, Zyperns Position als bedeutendes maritimes Zentrum zu stärken und gleichzeitig in nachhaltiges Wachstum und digitale Modernisierung zu investieren.