Wie kann man Kinder online schützen? Europa glaubt, dass seine Altersverifikations-App die Antwort ist
Anzeigenöffentlicht: April 15, 2026 at 02:43 PM
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Die Europäische Kommission hat den Start einer neuen Altersverifikations-Anwendung angekündigt, die das Alter der Nutzer anhand gesetzlich anerkannter Ausweisdokumente auf Smartphones, Tablets und Computern ermitteln soll. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, dass die App technisch betriebsbereit sei und bald für die Bürger verfügbar sein werde.\n\nViele EU-Mitgliedstaaten, darunter Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland, planen die Integration der App in ihre nationalen digitalen Geldbörsen. Dieser zentralisierte Ansatz unterscheidet sich von früheren Bemühungen, bei denen Internetunternehmen einzeln die Verantwortung dafür trugen, das Alter ihrer Nutzer nachzuweisen.\n\nDie Initiative folgt ähnlichen gesetzgeberischen Maßnahmen im Vereinigten Königreich und in Australien, wo Verbote sozialer Medien zu einem Anstieg der Downloads von VPN-Anwendungen führten, da Nutzer versuchten, die Beschränkungen zu umgehen. Indem der EU nur ein einmaliger Nachweis des Alters verlangt wird, sollen die mit externen Verifizierungsdiensten verbundenen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken verringert werden.\n\nParallel dazu ordnete die Kommission TikTok an, seinen süchtig machenden Algorithmus gemäß dem Digital Services Act anzupassen, und warnte vor Geldstrafen von bis zu 6 Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes bei Nichteinhaltung. Die Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission, Henna Virkkunen, bestätigte, dass ähnliche Maßnahmen gegen Facebook, Instagram, Snapchat und Shein sowie gegen vier pornografische Plattformen ohne angemessene Altersverifikationswerkzeuge ergriffen werden.
Wichtige Erkenntnisse
Die Europäische Union rückt zunehmend zu einem zentralisierten Modell der Altersverifikation vor, um den Schutz von Kindern in den Mitgliedstaaten zu vereinheitlichen.
Diese Strategie verringert die Abhängigkeit von einzelnen Technologieunternehmen bei der Durchführung von Identitätsprüfungen und könnte damit die Datenschutzrisiken für die Nutzer senken.
Die Wirksamkeit der App hängt jedoch von einer erfolgreichen Integration in nationale digitale Geldbörsen und einer breiten Akzeptanz durch Dienstanbieter ab.
Obwohl die Technologie als betriebsbereit erklärt wurde, bleibt der Zeitplan für die vollständige Einführung in allen Regionen unklar.