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Home Depot meldete eine gemischte Leistung für das dritte Quartal, beeinflusst durch eine Kombination aus weniger schweren Stürmen, steigender Verbraucherverunsicherung und einem schleppenden Immobilienmarkt. Die Gewinne des Unternehmens für das Quartal bis zum 2. November beliefen sich auf 3,6 Milliarden US-Dollar bzw. 3,62 US-Dollar pro Aktie, leicht rückläufig gegenüber 3,65 Milliarden US-Dollar bzw. 3,67 US-Dollar pro Aktie im Vorjahr. Bereinigt um einmalige Belastungen und Vorteile lagen die Gewinne bei 3,74 US-Dollar pro Aktie und verfehlten damit die Erwartungen der Wall Street um etwa zehn Cent. Dies war das dritte Quartal in Folge, in dem der Einzelhandelsriese die Gewinnprognosen verfehlte. Nach der Gewinnmitteilung fiel die Aktie von Home Depot im frühen Handel um 3 %.
CEO Ted Decker führte das Gewinnverfehlen hauptsächlich auf das Fehlen von Stürmen im Quartal zurück, was die Nachfrage in bestimmten Kategorien dämpfte. Während die zugrundeliegende Nachfrage gegenüber dem Vorquartal stabil blieb, blieb ein erwarteter Aufschwung im dritten Quartal aus. Decker hob die Verbraucherverunsicherung und die anhaltenden Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt als Schlüsselfaktoren hervor, die den Verkauf von Heimwerkerbedarf belasten. Trotz dieser Gegenwinde stieg der Umsatz von Home Depot auf 41,35 Milliarden US-Dollar und übertraf damit leicht die Schätzungen der Analysten. Die vergleichbaren Umsätze in den USA stiegen um 0,1 %, während die Kundenanzahl um 1,4 % zurückging, obwohl der durchschnittliche Betrag pro Transaktion zunahm.
Der Branchenanalyst Neil Saunders stellte fest, dass externe Faktoren, insbesondere wirtschaftliche Ängste der Amerikaner, eine bedeutende Rolle bei der Dämpfung der Nachfrage spielten. Die Verbraucher waren vorsichtiger beim Ausgeben und priorisierten oft Erlebnisse wie Reisen und persönliche Vergnügungen gegenüber Heimwerkerprojekten. Unterdessen zeigte sich David Silverman von Fitch Ratings zuversichtlich, dass Home Depot die schwierige Lage meistern kann, und verwies auf die Größe, Strategie und Geschäftsstruktur des Unternehmens. Silverman glaubt, dass Home Depots Fokus auf professionelle Kunden und Wartungssektoren sowie Anpassungen in der Lieferkette und Verhandlungen mit Lieferanten helfen sollten, die Auswirkungen von Zöllen abzumildern und den Rückgang der diskretionären Ausgaben zu mildern.
Mit Blick auf die Zukunft senkte Home Depot seine Prognose für das bereinigte Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 auf einen Rückgang von etwa 5 % gegenüber 15,24 US-Dollar pro Aktie im Geschäftsjahr 2024, nachdem zuvor ein Rückgang von 2 % erwartet wurde. Gleichzeitig hob das Unternehmen seine Umsatzwachstumsprognose leicht auf etwa 3 % an, gegenüber zuvor 2,8 %. Es erwartet nun ein leicht positives Wachstum der vergleichbaren Umsätze, eine Herabstufung gegenüber der früheren Prognose von etwa 1 %. Das Unternehmen hatte zuvor auf moderate Preiserhöhungen in ausgewählten Kategorien aufgrund steigender Zollkosten hingewiesen, obwohl mehr als die Hälfte seiner Produkte im Inland bezogen wird und somit nicht zollpflichtig ist.
Der breitere Hintergrund umfasst einen anhaltenden Abschwung auf dem US-Immobilienmarkt, mit den niedrigsten Wohnungswechselraten seit Jahrzehnten. Zwischen Januar und September wechselten nur 28 von 1.000 Häusern den Besitzer, was darauf hindeutet, dass Hausbesitzer angesichts der seit 2022 steigenden Hypothekenzinsen länger in ihren Häusern bleiben. Dieser Abschwung hat die Nachfrage nach Heimwerkerbedarf gedämpft, da weniger Käufer und Verkäufer zu weniger Renovierungsaktivitäten führen. Die Ergebnisse von Home Depot spiegeln diese Marktbedingungen wider und unterstreichen die Herausforderungen, denen Einzelhändler im Heimwerkerbereich angesichts wirtschaftlicher Belastungen und der Schwäche des Immobilienmarktes gegenüberstehen.
Insgesamt war das Quartal von Home Depot gemischt, doch die strategische Ausrichtung und operative Widerstandsfähigkeit des Unternehmens positionieren es gut, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Die Fähigkeit, Preise anzupassen, die Kundenbasis zu diversifizieren und Effizienz in der Lieferkette zu nutzen, wird entscheidend sein, um sich in einem komplexen Einzelhandelsumfeld zu behaupten, das von wirtschaftlicher Unsicherheit und Immobilienstagnation geprägt ist.