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Osteoporose ist eine Erkrankung, die schätzungsweise 10 Millionen Amerikaner im Alter von 50 Jahren und älter betrifft und durch einen allmählichen Verlust der Knochendichte gekennzeichnet ist, der das Risiko von Frakturen erhöht. Die Krankheit schreitet still voran, oft ohne offensichtliche Symptome, was die Erkennung bis zum Auftreten einer Fraktur erschwert. Sie beginnt meist als Osteopenie, bei der die Knochen schwächer als normal, aber noch nicht brüchig genug für die Diagnose Osteoporose sind. Knochengesundheitsexperten wie Dr. Neel Anand und Dr. Katherine D. Van Schaik erklären, dass Osteoporose durch ein Ungleichgewicht im Knochenumbau entsteht – dem natürlichen Prozess, bei dem alter Knochen abgebaut und durch neuen ersetzt wird. Bei Osteoporose übersteigt der Knochenabbau die Neubildung, was im Laufe der Zeit zu einer geschwächten Knochenstruktur führt.\n\nEines der frühesten subtilen Warnzeichen sind anhaltende Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen, die auf kleine Wirbelkompressionsfrakturen hinweisen könnten. Diese Frakturen bleiben oft unbemerkt, können aber zum strukturellen Zusammenbruch der Wirbelsäule und zu Beschwerden führen. Ein weiteres Warnsignal sind Frakturen durch geringfügige Vorfälle – wie einfache Dreh- oder Biegebewegungen –, die gesunde Knochen normalerweise nicht schädigen würden. Menschen könnten auch einen allmählichen Höhenverlust bemerken, da mehrere Wirbelfrakturen zu einer Kompression der Wirbel führen. Zahnprobleme wie lockere Zähne können ebenfalls ein Zeichen sein, da sie auf Knochenverlust im Kiefer hinweisen können. Zudem können brüchige Nägel, die leicht brechen, auf eine schlechte Kalziumaufnahme oder einen Kollagenmangel hinweisen, beides mit Knochenproblemen verbunden.\n\nBestimmte Gruppen haben ein höheres Risiko für Osteoporose. Frauen, insbesondere über 50-Jährige, schlanke Personen und Menschen weißer oder asiatischer Abstammung sind anfälliger. Familiäre Vorbelastung, hormonelle Ungleichgewichte (wie niedrige Östrogen- oder Testosteronspiegel), unzureichende Aufnahme von Kalzium, Vitamin D oder Protein sowie langfristige Einnahme bestimmter Medikamente erhöhen die Anfälligkeit. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, starker Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Erkrankungen wie endokrine Störungen oder rheumatoide Arthritis.\n\nDie Diagnose von Osteoporose ist allein durch eine körperliche Untersuchung nicht einfach, da zwei Personen äußerlich identisch aussehen können, aber sehr unterschiedliche Knochengesundheit haben. Screening wird typischerweise für Frauen ab 65 Jahren oder jüngere postmenopausale Frauen mit Risikofaktoren empfohlen. Der Goldstandard ist die Dual-Energie-Röntgenabsorptiometrie (DXA), die die Knochendichte genau misst. Manchmal kann auch eine Vorgeschichte von Fragilitätsfrakturen in kritischen Bereichen wie Wirbelsäule, Hüfte oder Handgelenk die Diagnose bestätigen, selbst ohne DXA-Scan.\n\nDie Prävention von Osteoporose umfasst einige wichtige Lebensstilentscheidungen. Körperliche Aktivität mit belastenden und krafttrainierenden Übungen hilft, die Knochen stärker zu erhalten. Erwachsene sollten täglich 1.000 bis 1.200 Milligramm Kalzium und etwa 800 IE Vitamin D anstreben. Das Vermeiden von Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum ist ebenfalls entscheidend, da diese Gewohnheiten die Knochengesundheit beeinträchtigen können. Dr. Van Schaik hebt eine interessante Beobachtung aus ihrer Forschung zu antiken Populationen und Seeleuten des 19. Jahrhunderts hervor, die trotz ihres harten Lebens stärkere Knochen hatten als viele Menschen heute, wahrscheinlich aufgrund ihres deutlich höheren Aktivitätsniveaus. Dies unterstreicht die entscheidende Rolle von Bewegung für die Knochengesundheit unabhängig vom Alter.