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Die kommende Netflix-Serie Death by Lightning, die am 6. November 2025 Premiere feiert, beleuchtet die packende und tragische Geschichte der Ermordung von Präsident James Garfield. Die Serie verfolgt die dramatischen Ereignisse ab Garfields Ankunft am Bahnhof Baltimore and Potomac Railroad Station am 2. Juli 1881, als Charles Guiteau, ein unzufriedener Bewerber auf ein Amt, den Präsidenten zweimal erschoss. Obwohl Garfield den ersten Angriff überlebte, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand in den folgenden Monaten, was zu seinem Tod am 19. September führte. Die Serie begleitet die Zuschauer von der chaotischen Szene am Bahnhof über Garfields langen Kampf in einem Krankenzimmer in New Jersey bis hin zum Gerichtssaal, in dem Guiteau vor Gericht stand.\n\nDie von Mike Makowsky geschaffene und von Candice Millards Destiny of the Republic inspirierte Serie zeigt Michael Shannon als James Garfield und Matthew Macfadyen als Charles Guiteau. Das Drama zielt darauf ab, eine nüchterne Darstellung des Kontextes der Ermordung und ihrer Folgen zu bieten. Es beleuchtet die komplexe politische Landschaft der Republikanischen Partei zu jener Zeit, den erbitterten Kampf um Patronage-Posten und den unerwarteten Aufstieg von Chester A. Arthur. Die Serie hebt auch die mangelhafte medizinische Versorgung hervor, die Garfield erhielt und die seinen Zustand wahrscheinlich verschlechterte, da Ärzte wiederholt seine Wunden ohne Sterilisation untersuchten, eine damals übliche, aber gefährliche Praxis.\n\nAugenzeugenberichte in der Serie erinnern an Blaines Anwesenheit mit Garfield am Bahnhof und Guiteaus sofortige Festnahme nach der Schießerei. Im Sommer schwankte Garfields Gesundheitszustand, und er wurde nach Elberon, New Jersey, verlegt, in der Hoffnung, dass die kühlere Meeresluft seine Genesung fördern würde. Doch es entwickelten sich eine Lungenentzündung und eine Infektion, und trotz aller Bemühungen verstarb er im Alter von 49 Jahren. Guiteau bestritt seine Tat nie; vor Gericht argumentierte er vielmehr, dass die medizinische Behandlung für Garfields Tod verantwortlich sei. Dennoch befand die Jury ihn für schuldig, und er wurde 1882 durch den Strang hingerichtet.\n\nDie Folgen der Ermordung lösten landesweite Empörung über das Patronagesystem aus, das politische Unterstützer mit Regierungsstellen belohnte. Dieser öffentliche Aufschrei ebnete den Weg für Reformen im öffentlichen Dienst, die im Pendleton Act von 1883 gipfelten, der leistungsbasierte Prüfungen für Bundesstellen einführte. Garfields Vermächtnis reichte weit über seine kurze Präsidentschaft hinaus. Als ehemaliger Unionsgeneral und erfahrener Kongressabgeordneter war er bekannt für seinen Einsatz für saubere Regierungsführung und gerechtere Ernennungsverfahren. Sein Widerstand gegen Parteiführer, insbesondere in New York, bereitete den Boden für die intensiven politischen Kämpfe von 1881.\n\nGuiteaus Lebensgeschichte war hingegen von Misserfolgen und Wahnvorstellungen geprägt. Er schlug sich mit erfolglosen Unternehmungen durch, bevor er sich der Politik zuwandte, eine Wahlkampfrede schrieb und sich dann selbst davon überzeugte, einen diplomatischen Posten zu verdienen. Als ihm dieser verweigert wurde, entwickelte sich seine Obsession mit Garfield zu einer tödlichen Fixierung. Death by Lightning untersucht diese psychologische Perspektive und stellt Guiteaus Motive eher als persönliche Obsession denn als politische Ideologie dar.\n\nNeben Shannon und Macfadyen spielen Nick Offerman als Chester A. Arthur und Betty Gilpin als Lucretia Garfield mit. Das Ensemble umfasst auch historische Persönlichkeiten wie James G. Blaine, Roscoe Conkling und Frederick Douglass. Die Erzählung beginnt genau um 9:30 Uhr an jenem schicksalhaften Julimorgen und erweitert sich, um die Monate der medizinischen Versorgung, den Prozess und die politischen Reformen danach abzubilden. Die Schöpfer legen Wert auf faktenbasierte Erzählweise, kennzeichnen unklare Motive deutlich als angeblich oder berichtet und unterstreichen die nachhaltige Wirkung einer kurzen, aber entscheidenden Präsidentschaft. Letztlich zeigt Death by Lightning, wie eine einzelne Gewalttat an einem Bahnhof die amerikanische Politik erschütterte, die Vergabe von Bundesstellen veränderte und einen Wendepunkt in der Geschichte des öffentlichen Dienstes markierte.