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Ein kürzlich durchgeführter Geschwindigkeitstest, der sechs verschiedene Versionen von Microsofts Windows-Betriebssystem verglich, setzte Windows 11 an das Ende der Leistungsrangliste. Der Test, durchgeführt vom YouTuber TrigrZolt und hervorgehoben von Tom's Hardware, bewertete Windows XP, Vista, 7, 8.1, 10 und 11 auf demselben Laptop-Modell, dem Lenovo ThinkPad X220. Dieser Laptop ist mit einem Intel Core i5-2520M Prozessor, 8 GB RAM und einer 256 GB Festplatte (HDD) ausgestattet, anstelle der moderneren Solid-State-Drive (SSD). Bemerkenswert ist, dass das ThinkPad offiziell nicht mit Windows 11 kompatibel ist, obwohl es für diesen Test modifiziert wurde, um das Betriebssystem auszuführen. Infolgedessen war die Leistung von Windows 11 in den meisten Messgrößen deutlich schlecht.\n\nBezüglich der Startgeschwindigkeit belegte Windows 11 den letzten Platz, wobei der Desktop langsam geladen wurde und die Taskleiste zusätzliche Zeit zum Erscheinen benötigte. Unter den getesteten Versionen war Windows 8.1 am schnellsten beim Start. Der Speicherverbrauch war ebenfalls bei Windows 11 am höchsten, hauptsächlich aufgrund der erweiterten Anzahl von Hintergrundprozessen. Die Batterielaufzeittests zeigten ähnliche Ergebnisse, wobei der Windows-11-Laptop als erster leer war, obwohl alle Systeme kaum etwas mehr als eine Stunde Nutzung schafften. Der Video-Editing-Test mit OpenShot sah Windows 11 erneut auf dem letzten Platz, obwohl ältere Systeme wie Windows XP und Vista diese Software überhaupt nicht ausführen konnten.\n\nDie Startgeschwindigkeiten von Anwendungen unterstrichen die Langsamkeit von Windows 11 weiter. Es war am langsamsten beim Öffnen von Paint und dem Datei-Explorer, letzteres ist ein bekanntes Problem des neuesten Betriebssystems. Im Gegensatz dazu schnitt Windows 11 in anderen Bereichen besser ab; zum Beispiel belegte es den vierten Platz beim Speicherplatzverbrauch und übertraf mehrere ältere Versionen, blieb aber hinter dem schlanken Windows XP zurück. Bei Tests zum Laden von Webseiten erzielte Windows 11 gemischte Ergebnisse, belegte in einem Test den dritten Platz, aber den letzten bei einem anderen, der die Google-Suchseite betraf. Bei Dateiübertragungsaufgaben kam Windows 11 auf den zweiten Platz und erreichte fast die Geschwindigkeit von Windows 10.\n\nDie Testmethodik selbst bringt jedoch erhebliche Vorbehalte mit sich. Das größte Problem ist die Hardware-Inkompatibilität: Windows 11 ist mit spezifischen Mindestanforderungen konzipiert, die das ThinkPad X220 nicht erfüllt. Die Verwendung nicht unterstützter Hardware verzerrt die Leistungsergebnisse zwangsläufig negativ. Außerdem beeinflusst die Verwendung einer HDD anstelle einer SSD die Geschwindigkeitsergebnisse insgesamt. Einige der ausgewählten Apps, wie die ressourcenintensivere moderne Version von Paint, benachteiligen Windows 11 im Vergleich zu seinen Vorgängern zusätzlich. Angesichts dieser Faktoren bietet der Test hauptsächlich eine historische Perspektive und keinen praktischen Leistungsvergleich.\n\nTrotz dieser Einschränkungen hebt der Test bestimmte Leistungsprobleme hervor, die Microsoft anerkennen sollte. Die langsame Reaktionsfähigkeit von Kernanwendungen wie dem Datei-Explorer bleibt eine Nutzerbeschwerde, und die erhöhten Ressourcenanforderungen von Windows 11 tragen zu Batterieentladung und Speicherverbrauch bei. Der Test unterstreicht auch, dass Windows 10 im Allgemeinen eine bessere Leistung bietet, möglicherweise aufgrund seines ausgewogeneren Funktionsumfangs und der Optimierung. Nutzerfeedback, insbesondere aus den YouTube-Kommentaren, spiegelt wiederkehrende Themen über die wahrgenommene Aufblähung von Windows 11, Telemetrie-Bedenken und Hintergrundüberwachung wider.\n\nZusammenfassend lässt sich sagen, dass die Funktionsverbesserungen und modernen Fähigkeiten von Windows 11 mit höheren Systemanforderungen einhergehen, das Ausführen auf nicht unterstützter Legacy-Hardware jedoch ein unfair negatives Bild zeichnet. Eine ausgewogenere Leistungsbewertung würde den Test jeder Windows-Version auf zeitgemäßer Hardware ihrer Ära erfordern. Dennoch dienen die Ergebnisse als Erinnerung daran, dass Microsoft die Effizienz und Reaktionsfähigkeit von Windows 11 weiter verbessern sollte, insbesondere mit Fokus auf Kern-Desktop-Erfahrungen und ein effektiveres Management von Hintergrundprozessen.